Finnland besitzt eine der weitläufigsten und unberührtesten Naturlandschaften Europas. Oft spricht man vom „Land der 1000 Seen“. In Anbetracht der zuletzt gezählten 187.888 Gewässer eine Untertreibung. Der erste der mehr oder weniger militärischen Kreuzzüge nach Finnland wurde im Jahr 1155 vom schwedischen König angeführt und resultiert in einer 600 Jahre andauernden Vereinigung der Reiche. 1809 wurde Finnland als Großherzogtum ins Russische Reich eingegliedert. Das schwedische Gesetz behielt seine Gültigkeit, auch das Post- und Bahnwesen blieben unverändert und man nutzte seine eigene Währung. Helsinki wurde 1812 zur Hauptstadt und löste das im Südwesten liegende Turku ab. Die offiziellen Landessprachen waren und sind bis auf den heutigen Tag Finnisch und Schwedisch. Angesichts der Wirren der Russischen Revolution nutzte Finnland die Gunst der Stunde und erklärte sich 1917 für unabhängig. 1919 wurde der Staat zu einer Republik und die heutige Verfassung trat in Kraft. Neuere Forschungen legen nahe, dass die ethnologischen Wurzeln der Bevölkerung im Süden und Südosten Europas zu suchen sind, von wo aus ihre Urväter vor ca. 9000 Jahren einwanderten.
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